Finns Prüfung der zweiten Säule (Tag 18)

Die Taverne war ein Traum aus Licht, Lachen und warmer Luft. Kerzen flackerten auf jeder Tischplatte, Musik spielte irgendwo im Hintergrund, Gläser klirrten, Stimmen schwollen zu einem lebhaften Teppich aus Geschichten und Freude. Finn trat ein – und für einen Moment fühlte es sich an, als würde die Welt ihn erkennen. „Ist das nicht…?“ flüsterte

Habikans Prüfung der zweiten Säule (Tag 18)

Habikan trat aus dem Nebel, und die Welt war leise. Zu leise. Kein Wind. Kein Hall seiner Schritte auf dem Kopfsteinpflaster. Die Stadt um ihn herum war ein Labyrinth aus bleichen Häusern mit geschlossenen Fenstern, deren Fensterläden sich nicht rührten. Oben, hoch über den Dächern, ragte ein Turm in den Himmel – aus ihm strömte

Fenros Prüfung der zweiten Säule (Tag 18)

Der Wind schnitt wie Messer durch die dürren Büsche am Wegesrand. Schnee wirbelte über die alte Handelsstraße, als würde die Welt selbst ihre Erinnerungen verwehen wollen. Fenro stapfte langsam dahin, sein Mantel flatterte hinter ihm wie ein zerrissenes Banner. Seine Schritte waren schwer, sein Atem flach. Jeder Schritt hallte nach in seinen Knochen. Ein weiterer

Soneas Prüfung der zweiten Säule (Tag 18)

Als Sonea die Augen öffnete, war die Luft erfüllt von getrockneten Kräutern, Harz und dem warmen Hauch eines Holzfeuers. Die große Hütte, in der sie saß, war aus gebogenen Ästen erbaut, mit dichten Mooswänden, die den Klang der Außenwelt dämpften. Das Dach war hoch, mit winddurchwobenen Windspielen und Knochenanhängern geschmückt, die leise klirrten. Die Wände

Der Fadenbruchpfad – die zweite Säule (Tag 18)

Der Wind des Fadenbruchpfades wehte stumm über die uralte Steinsäule, als die letzte Lichtwelle verebbte. Einer nach dem anderen sanken die Helden erschöpft zu Boden, als wären sie aus einem langen, traumgleichen Schlaf erwacht. Ihre Gesichter waren bleich, die Augen flackerten unruhig, als müssten sie sich erst wieder an die Realität dieser Welt gewöhnen. Sonea

Der Fadenbruchpfad – die dritte Säule (Tag 16)

Unter dem flackernden Licht der frühen Morgendämmerung standen die Gefährten beisammen. Der Tau hing noch schwer auf den moosbedeckten Steinen, und über den Bäumen regte sich kaum ein Wind. Nur der Mond warf sein sanftgrünes Leuchten auf das Gestrüpp und ließ die Szenerie wie ein Gemälde erscheinen – ruhig, geheimnisvoll, ein wenig entrückt. Vor ihnen

Gegen die Tieflinge (Tag 15)

Die Schlacht auf dem Dorfplatz Der Vormittag im cervidischen Dorf war von ungewöhnlicher Stille geprägt, als sich das Unheil manifestierte. Zwei Portale, pulsierend von düsterer Energie, hatten sich auf dem von Moos durchzogenen Platz aufgetan – aus einem trat bereits die verzerrte Gestalt eines Tieflings hervor, seine Augen glimmten mit finsterer Entschlossenheit. Fenro, der sich

Die Ätherebene (Tag 15)

Rückkehr ins Dorf Die Dunkelheit hatte sich längst über das Dorf gelegt, als die Helden endlich aus dem Sumpf zurückkehrten. Feuchte Erde klebte an ihren Stiefeln, der Geruch von Moor und Kampf hing noch immer an ihren Kleidern. Die Reise war anstrengend gewesen, der Kampf hart – und sie alle sehnten sich nach Ruhe. Doch

Der Weg in den Sumpf (Tag 14)

„Also gut“, seufzte Finn und ließ eine Münze durch die Finger tanzen, bevor er sie geschickt wieder in seiner Tasche verschwinden ließ. „Wir holen erst das Kraut.“ „Feiglinge“, knurrte Fenro und verschränkte die Arme. Seine gelben Augen musterten die Gruppe mit sichtbarer Frustration. „Jeder Moment, den wir verschwenden, gibt diesem Magier mehr Zeit, um sich