Arin Flint
Arin ist scharfzüngig, pragmatisch und unerschütterlich – aber nicht kalt. Er spricht mit einer Ruhe, die gefährlich wirken kann, weil sie immer ein Echo von Flammen in sich trägt. Die Brandung der Welt hat ihn geformt: Kämpfe, Verluste, Opfer. Doch er hat nie seinen inneren Kompass verloren. Wenn er sich ein Ziel setzt, lodert er dafür – bis es entweder erfüllt ist oder ihn verbrennt.
Was ihn besonders macht, ist nicht die rohe Zerstörungskraft seiner Magie, sondern wie präzise er sie einzusetzen weiß. Feuer ist für ihn kein Zorn – sondern ein Werkzeug. Ein Instrument des Überlebens, der Läuterung, manchmal auch der Warnung.
Geboren irgendwo zwischen Aschefeldern und zwielichtigen Magiergilden, wuchs Arin Flint mit einer glimmenden Macht in sich auf. Die Herkunft seiner Kräfte war nie ganz klar – sie kamen nicht durch Studium, nicht durch Pakt, sondern wie ein Erbe, das in seinem Blut loderte.
Sein Talent wurde früh entdeckt – und ebenso gefürchtet. In Akademien stieß man ihn aus, bei Hofe mied man seinen Blick. Nur wenige hielten ihm die Treue. Einer davon war Valthoran, ein Wasserzauberer mit einem Geist wie das Meer: tief, verborgen und manchmal unberechenbar. Zusammen reisten sie auf der Windklaue, einer Forschungsgaleere, deren Ziel unbekannte arkanversengte Regionen waren.
Dort, südlich der Splitterkämme, wurden sie von einem dunklen Feind überfallen. Schwarze Segel, Skelette, ein Nekromant. Was dort geschah, schweißte Valthoran und Arin zusammen – nicht durch Vertrauen, sondern durch gemeinsam überlebte Hölle. Arins Feuer entfaltete sich zum ersten Mal in voller Wucht, ein Sturm auf See. Ein Pakt wurde unausgesprochen geschlossen: Wenn die Dunkelheit ruft, antworten wir gemeinsam.
Seitdem hat Arin Flint viele Namen getragen: Flammenschatten, Schiffsbrenner, Glutkind. Doch er blieb nie lange an einem Ort – ruhelos, getrieben, immer auf der Suche nach Dingen, die nicht brennen wollen – aber brennen müssen.
Nun erreicht ihn Valthorans Ruf. Ein Hilferuf, getränkt in Zweifel und Angst. “Ein Gedanke, der atmet”. Etwas, das unter Sirr’ath lauert – älter als Worte, tiefer als Tod.
Arin zögert nicht. Denn wenn Valthoran seine Flammen braucht, dann hat etwas begonnen, das sich nicht mit bloßen Messinstrumenten bezwingen lässt.
